2018-11-21 19:00
von Hans Peter Traunig
Vortrag mit Mirjam Sterner - Was das Leben ausmacht

Die Eckdaten

Wann: Mittwoch, der 21. November 2018, 19:00

Wo: Frau von Grün, in der Paris-Lodron-Straße 15

Eintritt: Eintritt frei

„Mehr als nur Kino im Kopf“ – Warum wir träumen und wie wir Träume verstehen lernen

Die Beschäftigung der Menschen mit ihren Träumen ist so alt wie die Menschheit selbst. In alten Kulturen genossen die Träume der Nacht hohes Ansehen und wurden mit Schamanen und Priestern besprochen. Als höchste Stufe der Heilung bat man in der Antike um einen Traum, da man im Traum glaubte, einen direkten Zugang zu den Botschaften der Götter zu haben. Kein Wunder, ist es doch in Träumen möglich, Gesetzte der Natur aufzuheben.

In den Träumen können wir fliegen, uns mit Tieren unterhalten, in andere Gestalten schlüpfen. Wir bewegen uns in fremder Umgebung und haben ungewöhnliche und oft schwierige Aufgaben zu lösen.

Seit sich Siegmund Freud und C.G. Jung intensiv mit Träumen beschäftigt haben, gilt die Traumarbeit als Schlüssel der uns Tor zum Unbewussten aufschließt.  Die Neugier der Menschen, die rätselhafte Botschaft der Träume zu verstehen und der Nutzen den man für sich daraus ziehen kann,  führt gerade in den letzten Jahrzehnten zu einer immer ausdifferenzierten und genaueren Auseinandersetzung mit den Träumen der Nacht. 

Unterschiedliche Traumschulen entstanden und auch die neuropsychologische Forschung suchte einen Schlüssel zum Verstehen dieser, meist sehr emotionalen und verwirrenden, inneren Bilder.  

Arbeit an den Träumen bedeutet, ihre Symbole als Gleichnis der Entwicklung und Natur zu verstehen lernen. Träume können nicht von außenstehenden gedeutet werden, aber durch die Beachtung ihrer Bilder und geeigneten Fragen durchdringen wir den Traum, klären ihn erkennen  in ihm den Schlüssel für unsere individuelle Entwicklung.
So werden sie zu unserem sicheren Wegweiser in den Wirrungen und Widersprüchen des Lebens, öffnen den Zugang zur inneren Weisheit und bereichern uns als lebenslanger Wegbegleiter.

Im Vortrag werden neue Forschungen zur Traumarbeit besprochen, Wege zu einer guten Traumkultur aufgezeigt und anhand von häufigen Traumbildern entsteht ein Verständnis für die Gleichnissprache des nächtlichen Kopfkinos.

„Das Leben und die Träume sind Blätter eines und des nämlichen Buches. Das Lesen im Zusammenhang heißt wirkliches Leben“ Arthur Schopenhauer 

Maria Embacher:
• Weiterbildungen in Traumarbeit in der Gestalttherapie und Traumarbeit nach C.G. Jung
• Traumarbeit nach Ortrud Grön